Beendigung des Vertragsverhältnisses
Der Anspruch entsteht mit der rechtlichen Beendigung des Agenturvertrags. Ob der Vertrag durch Kündigung, Zeitablauf oder Aufhebungsvertrag endet, wird erst bei den Ausschlussgründen erheblich.
Ihr Agenturvertrag endet oder der Versicherer hat Ihnen ein Ausgleichsangebot vorgelegt? Wir prüfen Ihre Ansprüche, Fristen und mögliche Verzichtsklauseln. Im persönlichen Gespräch klären wir die nächsten Schritte und die Kosten einer Vertretung.
Das erste Orientierungsgespräch ist kostenfrei. Darin klären wir Ihr Anliegen und den Prüfungsumfang. Eine vertiefte Prüfung und die Vertretung setzen eine gesonderte Vereinbarung voraus.

Versicherungsvertreter vermitteln über Jahre Verträge, aus denen der Versicherer auch nach dem Ende der Zusammenarbeit Vorteile zieht. Dafür gewährt § 89b HGB einen Ausgleich. Ob und in welcher Höhe er besteht, hängt von der Art der Beendigung, den getroffenen Vereinbarungen und der Einhaltung der Jahresfrist ab.
Wir übernehmen insbesondere:
Ein Ausgleich setzt voraus, dass alle vier Punkte erfüllt sind. Beim Versicherungsvertreter tritt an die Stelle der geworbenen Kunden die Vermittlung neuer Versicherungsverträge (§ 89b Abs. 5 Satz 1 HGB). Maßgeblich ist also der einzelne Vertrag, nicht die Kundenbeziehung.
Der Anspruch entsteht mit der rechtlichen Beendigung des Agenturvertrags. Ob der Vertrag durch Kündigung, Zeitablauf oder Aufhebungsvertrag endet, wird erst bei den Ausschlussgründen erheblich.
Der Versicherer muss aus den Versicherungsverträgen, die Sie neu vermittelt oder wesentlich erweitert haben, auch nach Vertragsende erhebliche Vorteile haben.
Der Ausgleich muss unter Berücksichtigung aller Umstände der Billigkeit entsprechen. Das Gesetz nennt vor allem die Provisionen, die Ihnen durch die Beendigung entgehen. Nach der Rechtsprechung kann auch eine vom Versicherer finanzierte Altersversorgung zu berücksichtigen sein.
Ausgeschlossen ist der Anspruch bei einer Eigenkündigung ohne begründeten Anlass, bei einer Kündigung des Versicherers aus wichtigem Grund wegen schuldhaften Verhaltens und wenn aufgrund einer Vereinbarung mit dem Versicherer ein Nachfolger in den Vertrag eintritt. Für Vertreter im Nebenberuf gilt § 89b HGB nicht, wenn der Versicherer sie ausdrücklich als solche betraut hat.
Schildern Sie kurz Ihre Situation und wählen Sie, wie wir Sie erreichen sollen. Im kostenfreien Orientierungsgespräch klären wir Ihr Anliegen, mögliche Fristen und den Umfang einer weiteren Prüfung. Ihre Angaben unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht.

Geben Sie das Datum ein, an dem Ihr Agenturvertrag rechtlich endet oder geendet hat. Das ist in der Regel der letzte Tag der Kündigungsfrist oder das im Aufhebungsvertrag genannte Datum.
Weder eine Anfrage bei uns noch ein Kalendereintrag wahren die Frist. Läuft die Frist in Kürze ab, rufen Sie uns bitte an.
Fristprüfung anfragen7 Fragen zur Vorbereitung Ihres Erstgesprächs. Der Vorab-Check strukturiert Ihre Angaben und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Vorprüfung erfolgt lokal in Ihrem Browser. Beim Absenden einer Kontaktanfrage werden Ihre Antworten und das Ergebnis mit übermittelt; Sie können sie im Kontaktformular vorher entfernen.
Der Ausgleichsanspruch entsteht erst mit der rechtlichen Beendigung des Vertragsverhältnisses (§ 89b Abs. 1 HGB).
Für Versicherungsvertreter beträgt die gesetzliche Höchstgrenze drei Jahresprovisionen oder Jahresvergütungen. Maßgeblich ist grundsätzlich der Durchschnitt der letzten fünf Tätigkeitsjahre, bei kürzerer Vertragsdauer der Tätigkeitszeitraum (§ 89b Abs. 2 und 5 HGB).
Die Höchstgrenze ist keine Schätzung Ihres Anspruchs. Ob ein Ausgleich besteht und wie hoch er ausfällt, muss gesondert geprüft werden.
Wählen Sie die Vertragsdauer und füllen Sie alle erforderlichen Jahreswerte aus.
Die Berechnung prüft weder Anspruchsvoraussetzungen noch Ausschlussgründe, Unternehmervorteile oder Billigkeit. Sie enthält keine spartenspezifische Bewertung.
Ausgleich persönlich prüfen lassenMit dem Buchauszug kontrollieren Sie, ob der Versicherer alle provisionspflichtigen Geschäfte erfasst hat (§ 87c Abs. 2 HGB). Erstellen Sie hier einen Entwurf und gleichen Sie Zeitraum und Auskunftspunkte mit Ihrem Vertrag ab. Ihre Eingaben bleiben im Browser und werden nicht mit der Kontaktanfrage übermittelt.
[Vor- und Nachname] [Straße, PLZ Ort] [Versicherungsgesellschaft] [Anschrift der Gesellschaft] [Ort], den [Datum] Anforderung eines Buchauszugs gemäß § 87c Abs. 2 HGB Vermittler-/Agenturnummer: [Nummer] Agenturverhältnis vom [Beginn] bis [Vertragsende] Sehr geehrte Damen und Herren, zwischen Ihrem Haus und mir bestand vom [Beginn] bis zum [Vertragsende] ein Agenturverhältnis (Vermittler-/Agenturnummer [Nummer]). Zur Überprüfung meiner Provisionsansprüche sowie zur Vorbereitung der Bezifferung meines Ausgleichsanspruchs nach § 89b HGB benötige ich vollständige Auskunft über sämtliche von mir vermittelten und betreuten Verträge. Ich fordere Sie hiermit auf, mir einen vollständigen und übersichtlich gegliederten Buchauszug gemäß § 87c Abs. 2 HGB über alle provisionspflichtigen Geschäfte für den Zeitraum vom [Beginn] bis zum [Vertragsende] zu erteilen. Bitte berücksichtigen Sie auch die für diesen Zeitraum provisionsrelevanten Angaben zur Stornohaftung. Der Buchauszug soll insbesondere die folgenden Angaben enthalten, soweit sie für meine Provisionsansprüche maßgeblich sind. Soweit diese Angaben nicht im Buchauszug enthalten sind, verlange ich ergänzend Mitteilung der für die Provision wesentlichen Umstände nach § 87c Abs. 3 HGB: • Sämtliche von mir vermittelten bzw. betreuten Versicherungsverträge mit Versicherungsnehmer, Vertragsnummer, Sparte, Tarif und Antragsdatum • Beginn, Laufzeit und Beendigung jedes Vertrages sowie Datum und Grund etwaiger Stornierungen oder Beitragsfreistellungen • Beitragshöhe, Zahlungsweise und Bewertungssumme jedes Vertrages • Provisionssatz, Provisionsart (Abschluss-, Bestands-, Dynamik-, Folgeprovision) sowie Höhe der jeweils verdienten Provision • Stand der Stornohaftungszeit sowie Höhe und Zeitpunkt etwaiger Provisionsrückbelastungen • Angaben zu Nachbearbeitungsmaßnahmen bei notleidenden Verträgen (§ 87a Abs. 3 HGB) • Vertragsänderungen, Erhöhungen und Dynamiken mit Auswirkung auf die Provision • Stand der Provisionskonten einschließlich Vorschüssen, Rückstellungen und Stornoreserven Der Anspruch auf Erteilung des Buchauszugs ist gemäß § 87c Abs. 5 HGB unabdingbar. Bitte prüfen Sie, ob die bereits erteilten Unterlagen sämtliche erforderlichen Angaben vollständig und geordnet enthalten, und ergänzen Sie fehlende Angaben. Ich bitte um Übersendung des Buchauszugs bis spätestens [Fristdatum]. Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, behalte ich mir die gerichtliche Durchsetzung meiner Ansprüche vor. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche, insbesondere des Ausgleichsanspruchs nach § 89b HGB sowie etwaiger Provisions- und Auskunftsansprüche, behalte ich mir ausdrücklich vor. Mit freundlichen Grüßen [Vor- und Nachname]
Der Ausgleichsanspruch muss innerhalb eines Jahres nach Beendigung des Vertragsverhältnisses gegenüber dem Versicherer geltend gemacht werden. Das ist eine materielle Ausschlussfrist: Wer sie versäumt, verliert einen bestehenden Anspruch grundsätzlich. Ob frühere Schreiben die Frist gewahrt haben, ist gesondert zu prüfen.
Die Frist beginnt mit der rechtlichen Beendigung des Vertragsverhältnisses. Der Zugang der Kündigung und die letzte Provisionsabrechnung sind dafür nicht maßgeblich.
Es genügt eine formlose Erklärung, aus der hervorgeht, dass Sie einen Ausgleich verlangen. Ihr Zugang beim Versicherer sollte nachweisbar sein. Einen Betrag müssen Sie noch nicht nennen; die Bezifferung kann folgen.
Laufende Verhandlungen hemmen zwar die Verjährung, nicht aber die Ausschlussfrist. Machen Sie den Ausgleich deshalb früh und schriftlich geltend, auch wenn Sie noch mit dem Versicherer sprechen.
Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (§ 195 BGB). Sie beginnt grundsätzlich mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie davon Kenntnis erlangt haben oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätten erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB). Hemmung, Neubeginn und abweichende Vereinbarungen sind gesondert zu prüfen.
Sebastian Förste betreut Ihr Anliegen persönlich. Gemeinsam klären wir, welche wirtschaftliche Bedeutung es für Sie hat, wie weit die Prüfung reichen soll und welche Schritte als Nächstes anstehen.
Wir prüfen Ihren Agenturvertrag, die Umstände der Beendigung und etwaige Verzichtsklauseln. Sobald wir das Mandat ausdrücklich angenommen haben, stimmen wir die Schritte zur Fristwahrung mit Ihnen ab.
Wir werten Ihre Bestands- und Provisionsdaten aus und fordern fehlende Auskünfte beim Versicherer an. Die Berechnung richtet sich nach Gesetz und Vertrag und, soweit anwendbar, nach den Grundsätzen der jeweiligen Sparte.
Wir verhandeln mit der Rechtsabteilung des Versicherers. Führt die Verhandlung nicht zu einem angemessenen Ergebnis, vertreten wir Sie vor Gericht.
Antworten auf die Fragen, die Versicherungsvertreter uns am häufigsten stellen. Ihre Frage ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an.
Das erste Orientierungsgespräch ist kostenfrei. Darin klären wir Ihr Anliegen, mögliche Fristen und den Umfang einer weiteren Prüfung. Für eine vertiefte Vertragsprüfung, die Berechnung des Ausgleichs oder die Vertretung schließen wir vorab eine gesonderte Mandats- und Vergütungsvereinbarung.
Nicht zwingend. Nach § 89b Abs. 4 Satz 1 HGB kann der Ausgleichsanspruch im Voraus nicht ausgeschlossen werden. Entscheidend sind insbesondere Wortlaut und Zeitpunkt der Vereinbarung im Verhältnis zur rechtlichen Vertragsbeendigung. Ein Verzicht nach Vertragsende kann wirksam sein und muss im Einzelfall geprüft werden.
Nicht allein wegen dieser Bezeichnung. Ob Sie nebenberuflich tätig waren, bestimmt sich nach der Verkehrsauffassung (§ 92b Abs. 3 HGB); Arbeitszeit und Einkommen sind Anhaltspunkte. Auf den Ausschluss kann sich zudem nur ein Versicherer berufen, der Sie ausdrücklich als Vertreter im Nebenberuf betraut hat (§ 92b Abs. 2, 4 HGB).
Mit dem Buchauszug können Sie prüfen, ob der Versicherer alle provisionspflichtigen Geschäfte vollständig abgerechnet hat (§ 87c Abs. 2 HGB). Er ist zugleich eine wichtige Datengrundlage für die Berechnung des Ausgleichs. Ob Ihre vorhandenen Abrechnungen genügen und welche Daten fehlen, prüfen wir anhand Ihrer Vereinbarungen und Abrechnungen.
Sie müssen den Anspruch innerhalb eines Jahres nach Beendigung des Vertragsverhältnisses gegenüber dem Versicherer geltend machen (§ 89b Abs. 4 Satz 2 HGB). Versäumen Sie diese Frist, erlischt ein bestehender Anspruch grundsätzlich. Ob frühere Schreiben die Frist gewahrt haben, ist gesondert zu prüfen.
Der Ausgleich eines Versicherungsvertreters beträgt höchstens drei Jahresprovisionen oder Jahresvergütungen (§ 89b Abs. 5 Satz 2 HGB). Berechnet wird die Jahresprovision nach dem Durchschnitt der letzten fünf Tätigkeitsjahre, bei kürzerer Vertragsdauer nach dem Durchschnitt während der Tätigkeit (§ 89b Abs. 2 HGB). Die Höchstgrenze begrenzt den Anspruch nur; seine Höhe ergibt sich aus Unternehmervorteilen und Billigkeit.
Gestaltung und Beendigung von Vertriebsverträgen, Handelsvertreter- und Vertragshändlerrecht.
Mehr erfahren →Prüfung, Verhandlung und Durchsetzung komplexer Vertragswerke im B2B-Bereich.
Mehr erfahren →Strategische Vertretung vor staatlichen Gerichten und Schiedsgerichten sowie in Mediationen.
Mehr erfahren →Beratung an der Schnittstelle von Versicherungsvertrieb, Haftung und Regulierung.
Mehr erfahren →Rechtsgrundlagen, Stand 24. September 2026: § 89b HGB, § 92b HGB, § 87c HGB, § 199 BGB.
Hinweis: Die Informationen, Prüfassistenten, Rechner und Muster auf dieser Seite dienen der unverbindlichen Erstorientierung und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie ersetzen nicht die Prüfung des Einzelfalls. Ein Mandat kommt erst zustande, wenn die gunnercooke GmbH es ausdrücklich annimmt.